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Lohnkostenkalkulation – Was Personal wirklich kostet

14,25 € Bruttolohn klingt überschaubar. Aber was eine Arbeitsstunde wirklich kostet, zeigt erst die vollständige Lohnkostenkalkulation.

19. Februar 20265 Min. LesezeitKalkulation

Definition

Die Lohnkostenkalkulation berechnet die vollständigen Personalkosten pro produktiver Arbeitsstunde – von Bruttolohn über Lohnnebenkosten bis Ausfallzeiten.

Zusammenfassung – Lohnkostenkalkulation auf einen Blick

Die Lohnkostenkalkulation errechnet die realen Personalkosten pro produktiver Stunde.

Formel: Bruttolohn + Lohnnebenkosten + Ausfallzeiten-Umlage = Lohnkosten/Produktivstunde

Typisches Ergebnis: Aus 14,25 € Bruttolohn werden 21–23 € reale Kosten pro Produktivstunde.

01 – GrundlagenWas ist Lohnkostenkalkulation?

Der größte Kostenblock in der Gebäudereinigung ist Personal – typischerweise 65–75 % der Gesamtkosten. Umso wichtiger, diese Kosten präzise zu kennen.

Viele Inhaber kennen den Bruttolohn (aktuell 14,25 € in Lohngruppe 1). Aber der Bruttolohn ist nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen Lohnnebenkosten und Ausfallzeiten, die den realen Preis pro Stunde fast verdoppeln.

Kategorie

Kalkulation

Auch bekannt als

Personalkostenkalkulation, Lohnkostenberechnung

Relevant für

GF, Kalkulation, Buchhaltung

Mendato-Modul

Controlling

02 – BerechnungVom Bruttolohn zur Produktivstunde

PositionBetrag / SatzAuf 14,25 €
Bruttolohn (LG 1)Basis14,25 €
+ AG-Anteil Sozialversicherungca. 20,0 %+ 2,85 €
+ Umlagen U1, U2, U3ca. 2,5 %+ 0,36 €
+ Berufsgenossenschaftca. 4,0 %+ 0,57 €
+ Insolvenzgeldumlageca. 0,06 %+ 0,01 €
= Lohnkosten/Std. brutto18,04 €
+ Ausfallzeiten-Umlage (ca. 26 %)+ 4,69 €
= Lohnkosten/Produktivstunde22,73 €

⚠ Der Realitätsschock

Aus 14,25 € Bruttolohn werden 22,73 € reale Kosten pro Produktivstunde. Das ist ein Aufschlag von fast 60 %. Wer nur den Bruttolohn in seine Kalkulation nimmt, kalkuliert massiv zu niedrig.

03 – BestandteileLohnnebenkosten im Detail

AG-Sozialversicherung: Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung – zusammen ca. 20 % auf den Bruttolohn.

Umlagen: U1 (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), U2 (Mutterschutz), U3 (Insolvenzgeldumlage) – zusammen ca. 2,5 %.

Berufsgenossenschaft: In der Gebäudereinigung ca. 3–5 %, abhängig von Tätigkeitsart und Unfallstatistik.

Ausfallzeiten: Urlaub (28–30 Tage), Krankheit (10–15 Tage), Feiertage (11 Tage), Sonstiges – zusammen ca. 25–30 % der Brutto-Arbeitszeit. Diese werden bezahlt, generieren aber keinen Umsatz.

04 – Digitale LösungLohnkostenkalkulation mit Mendato

Mendato hinterlegt aktuelle Tarifsätze und Sozialversicherungsbeiträge. Die Lohnkosten pro Produktivstunde werden automatisch berechnet – als Basis für den Stundenverrechnungssatz.

✓ Mendato-Vorteil

Immer aktuelle Lohnkosten – bei Tariferhöhungen oder Sozialversicherungsänderungen sofort angepasst. Kein manuelles Nachrechnen.

05 – FazitPersonalkosten sind mehr als Bruttolohn

Die Lohnkostenkalkulation zeigt die Wahrheit über deine Personalkosten. Wer nur den Bruttolohn kennt, kennt nur die halbe Wahrheit – und kalkuliert garantiert falsch.

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06 – FAQHäufig gestellte Fragen

Was ist Lohnkostenkalkulation?
Die vollständige Berechnung aller Personalkosten: Bruttolohn + Lohnnebenkosten + Ausfallzeiten = reale Kosten pro produktiver Stunde.
Was sind Lohnnebenkosten?
AG-Sozialversicherung (ca. 20 %), Umlagen U1/U2/U3 (ca. 2,5 %), Berufsgenossenschaft (ca. 3–5 %) und Insolvenzgeldumlage. Zusammen ca. 25–30 % auf den Bruttolohn.
Warum gehören Ausfallzeiten zur Lohnkostenkalkulation?
Urlaub, Krankheit und Feiertage werden bezahlt, generieren aber keinen Umsatz. Diese Kosten müssen auf die produktiven Stunden umgelegt werden – sonst stimmt die Kalkulation nicht.
Wie hilft Software?
Mendato berechnet Lohnkosten pro Produktivstunde automatisch – mit aktuellen Tarifsätzen und Sozialversicherungsbeiträgen.