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Dokumentationspflicht – Was du als Reinigungsbetrieb erfassen musst

Die Gebäudereinigung gehört zu den Branchen mit erhöhter Prüfdichte. Wer nicht dokumentiert, riskiert Bußgelder – und verliert im Streitfall.

19. Februar 2026 6 Min. Lesezeit Organisation

Definition

Dokumentationspflicht bezeichnet die gesetzliche Verpflichtung für Gebäudereinigungsbetriebe, bestimmte Aufzeichnungen zu führen – insbesondere Arbeitszeiten, Mindestlohn-Nachweise, Qualitätskontrollen und Unterweisungen.

Zusammenfassung – Dokumentationspflicht auf einen Blick

Gebäudereiniger müssen Arbeitszeiten, Mindestlohn, Qualität und Arbeitsschutz dokumentieren. Die Branche steht unter besonderer Beobachtung durch Zoll und Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

Aufbewahrungsfristen: 2 Jahre (Arbeitszeit), 6 Jahre (Lohn), 10 Jahre (Rechnungen, Verträge).

Digitale Dokumentation spart nicht nur Zeit – sie ist im Prüfungsfall der beste Schutz vor Bußgeldern.

01 – GrundlagenWarum Dokumentation so wichtig ist

Die Gebäudereinigung ist eine der Branchen, die am häufigsten von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) geprüft werden. Das hat gute Gründe: hoher Anteil an geringfügig Beschäftigten, Mindestlohn-Relevanz und eine Historie von Schwarzarbeit in der Branche.

Für dich als Betriebsinhaber bedeutet das: Dokumentation ist keine freiwillige Fleißaufgabe, sondern gesetzliche Pflicht. Und bei einer Prüfung musst du die Unterlagen vorlegen können – vollständig, korrekt und innerhalb der Frist.

Darüber hinaus ist gute Dokumentation auch im Kundenverhältnis Gold wert: Qualitätsprotokolle, Leistungsnachweise und Begehungsberichte zeigen dem Kunden, dass du professionell arbeitest – und schützen dich bei Reklamationen.

Kategorie

Organisation

Auch bekannt als

Aufzeichnungspflicht, Nachweispflicht, Belegpflicht

Relevant für

GF, Personalabteilung, Objektleiter, Buchhaltung

Mendato-Modul

Zeiterfassung & Operations

02 – ÜbersichtWas muss dokumentiert werden?

BereichWas genau?RechtsgrundlageAufbewahrung
ArbeitszeitBeginn, Ende, Dauer der täglichen ArbeitszeitArbZG, MiLoG2 Jahre
MindestlohnArbeitszeitaufzeichnung für Minijobber & kurzfristig BeschäftigteMiLoG § 172 Jahre
Lohn & GehaltLohnabrechnungen, Beiträge, SteuernHGB, AO6 Jahre
ArbeitsschutzGefährdungsbeurteilung, UnterweisungenArbSchGDauerhaft
QualitätQK-Protokolle, Begehungsberichte, FotosVertragspflichtVertragslaufzeit +
RechnungenEin- und AusgangsrechnungenUStG, HGB10 Jahre

⚠ Besondere Pflicht: MiLoG-Dokumentation

Für Minijobber und kurzfristig Beschäftigte musst du Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit spätestens 7 Tage nach der Arbeitsleistung aufzeichnen. Bei einer Zollprüfung muss das vor Ort vorliegen – sonst droht ein Bußgeld bis zu 30.000 €.

03 – KonsequenzenFristen & was bei Verstößen passiert

Dokumentationslücken können teuer werden – und nicht nur finanziell. Die Konsequenzen reichen von Bußgeldern über Nachzahlungen bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen.

⚠ Risiken bei fehlender Dokumentation

  • Bußgelder MiLoG: bis 500.000 €
  • Nachforderung Sozialversicherung (bis 4 Jahre rückwirkend)
  • Beweislastumkehr bei Arbeitszeitstreitigkeiten
  • Ausschluss von öffentlichen Vergaben
  • Imageschaden bei Prüfungen

✔ Vorteile sauberer Dokumentation

  • Prüfungssicher bei Zoll & Finanzamt
  • Beweismittel bei Reklamationen
  • Transparenz für Kunden
  • Basis für Controlling & Kalkulation
  • Professionelles Auftreten bei Ausschreibungen

04 – Digitale LösungDigitale Dokumentation mit Mendato

Papierdokumentation hat zwei Probleme: Sie ist aufwendig und sie geht verloren. Digitale Dokumentation löst beide Probleme – und schafft zusätzlich Möglichkeiten für Auswertung und Transparenz.

Zeiterfassung per App: Mitarbeitende checken per Smartphone ein und aus. Beginn, Ende und Dauer werden automatisch erfasst – MiLoG-konform und revisionssicher.

QK-Dokumentation: Qualitätskontrollen mit Note, Foto und Kommentar – gespeichert mit Zeitstempel und Standort. Der Kunde kann Berichte als PDF erhalten.

Zentrale Ablage: Alle Dokumente an einem Ort – durchsuchbar, filterbar und jederzeit verfügbar. Keine Ordner im Keller, keine verlorenen Zettel.

✓ Mendato-Vorteil

Mit Mendato erfüllst du die wichtigsten Dokumentationspflichten automatisch im Tagesgeschäft. Zeiterfassung, QK-Protokolle und Leistungsnachweise entstehen als Nebenprodukt der täglichen Arbeit – ohne zusätzlichen Aufwand.

05 – FazitDokumentation ist Pflicht – mach sie zur Stärke

Dokumentationspflichten in der Gebäudereinigung sind umfangreich – aber mit dem richtigen System kein Problem. Digitale Tools machen aus einer lästigen Pflicht einen echten Vorteil: Prüfungssicherheit, Kundentransparenz und saubere Daten für dein Controlling.

Wer heute noch auf Papier dokumentiert, investiert viel Zeit in etwas, das digital in Sekunden passiert. Die Umstellung lohnt sich – spätestens bei der nächsten Zollprüfung.

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06 – FAQHäufig gestellte Fragen

Welche Dokumentationspflichten gelten für Gebäudereinigungsbetriebe?
Die wichtigsten Pflichten sind: Arbeitszeiterfassung nach dem Arbeitszeitgesetz, Mindestlohn-Dokumentation nach dem MiLoG (Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit für Minijobber und kurzfristig Beschäftigte), Unterweisung und Arbeitsschutz-Dokumentation, Qualitätskontrollen und Leistungsnachweise sowie Aufbewahrung von Rechnungen und Verträgen.
Wie lange müssen Dokumente aufbewahrt werden?
Die Aufbewahrungsfristen variieren: Arbeitszeitnachweise müssen mindestens 2 Jahre aufbewahrt werden, Lohn- und Gehaltsabrechnungen 6 Jahre, Rechnungen und Verträge 10 Jahre. Qualitätsprotokolle sollten mindestens für die Vertragslaufzeit plus etwaige Gewährleistungsfristen aufbewahrt werden.
Was passiert bei fehlender Dokumentation?
Fehlende Dokumentation kann teuer werden: Bußgelder bei Verstößen gegen das MiLoG bis zu 500.000 Euro, Nachforderungen der Sozialversicherung bei fehlenden Arbeitszeitnachweisen, Beweislastumkehr bei Streitigkeiten mit Mitarbeitenden und Imageschaden bei Prüfungen durch Zoll oder Gewerbeaufsicht.
Wie hilft Software bei der Dokumentation?
Branchensoftware wie Mendato digitalisiert die wichtigsten Dokumentationspflichten automatisch: Arbeitszeiten werden per App erfasst, Qualitätskontrollen digital mit Fotos dokumentiert, Leistungsnachweise automatisch generiert und alle Daten revisionssicher gespeichert. Das spart Zeit und minimiert Risiken.