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Reinigungsintervall – Den richtigen Rhythmus finden

Täglich, 3x/Woche oder monatlich? Das Reinigungsintervall bestimmt Kosten, Qualität und Kundenzufriedenheit. So findest du die optimale Frequenz.

18. Februar 2026 5 Min. Lesezeit Organisation

Definition

Ein Reinigungsintervall ist die festgelegte Häufigkeit, in der eine bestimmte Reinigungstätigkeit an einem Raum oder Bereich durchgeführt wird – z. B. täglich, 3x/Woche oder monatlich. Die Intervalle werden im Leistungsverzeichnis definiert.

Zusammenfassung – Reinigungsintervall auf einen Blick

Das Reinigungsintervall legt fest, wie oft ein Bereich gereinigt wird. Es bestimmt maßgeblich die Kosten (mehr Frequenz = mehr Stunden) und die Kundenzufriedenheit (zu wenig = Beschwerden).

Richtwerte: Büros 3–5x/Wo, Sanitär täglich, Küchen täglich, Archive 1x/Mo, Fenster 2–4x/Jahr. Die optimale Frequenz hängt von Nutzungsintensität, Bodenbelag und Kundenanforderung ab.

01 – GrundlagenWas ist ein Reinigungsintervall?

Das Reinigungsintervall beantwortet eine einfache Frage: Wie oft? Wie oft wird ein Büro gereinigt? Wie oft die Sanitäranlagen? Wie oft die Fenster? Die Antwort hat direkten Einfluss auf zwei Dinge: die Qualität der Reinigung und die Kosten.

In der Unterhaltsreinigung sind die Intervalle das zentrale Stellrad. Denn die Gesamtkosten eines Vertrags berechnen sich im Wesentlichen aus: Fläche × Leistungswert × Intervall × Stundenverrechnungssatz. Halbierst du das Intervall, halbierst du den Preis – aber auch die Qualität.

Kategorie

Organisation

Auch bekannt als

Reinigungsfrequenz, Reinigungsrhythmus, Turnus

Relevant für

Objektleiter, Kalkulator, Vertrieb

Mendato-Modul

Aufträge

02 – RichtwerteTypische Reinigungsintervalle nach Objekttyp

Es gibt keine universell „richtigen“ Intervalle – aber bewährte Richtwerte, die als Ausgangspunkt dienen. Die tatsächliche Frequenz wird dann im Gespräch mit dem Kunden und basierend auf der Objektbegehung festgelegt.

BereichBüroArztpraxisSupermarktSchule
Böden (Nasswischen)3–5x/WoTäglichTäglichTäglich
SanitärTäglichTäglichTäglichTäglich
Küche / TeekücheTäglichTäglichTäglich
Schreibtische / Arbeitsfl.2–3x/WoTäglich1x/Wo
Treppenhaus1–2x/Wo2x/WoTäglichTäglich
Fenster innen2–4x/Jahr4x/Jahr4x/Jahr2x/Jahr
Grundreinigung1x/Jahr2x/Jahr2–4x/Jahr1–2x/Jahr

💡 Einflussfaktoren

Die Richtwerte sind Startpunkte. Die tatsächlichen Intervalle werden beeinflusst durch: Nutzungsintensität (wie viele Personen pro Tag?), Bodenbelag (Teppich zeigt Schmutz später als Fliesen), Branche (Arztpraxis hat andere Hygienestandards als ein Büro), Jahreszeit (Herbst/Winter = mehr Straßenschmutz) und Kundenerwartung (manche Kunden wollen einfach „immer sauber“).

03 – OptimierungIntervalle wirtschaftlich optimieren

Das Reinigungsintervall ist der größte Kostenhebel im Reinigungsvertrag. Ein Objekt von 5x/Woche auf 3x/Woche zu reduzieren, spart 40 % der Personalkosten. Aber: Wenn die Qualität leidet, ist der Kunde weg.

⚠ Intervall zu niedrig

  • Sauberkeitsniveau sinkt sichtbar
  • Verschmutzungen setzen sich fest
  • Aufwand pro Reinigung steigt
  • Kundenbeschwerden nehmen zu
  • Vertrag gefährdet

✔ Intervall optimiert

  • Differenziert nach Bereichen
  • Stark genutzt = höhere Frequenz
  • Wenig genutzt = reduzierte Frequenz
  • Kosten-Qualität-Balance stimmt
  • Kunde zufrieden, Marge gesund

Die goldene Regel: Differenzieren statt pauschal kürzen

Der größte Fehler: Alle Bereiche gleich behandeln. Stattdessen solltest du die Intervalle pro Bereich differenziert festlegen. Eingangshalle und Sanitär bekommen die höchste Frequenz. Archivräume, Serverräume und Lager bekommen die niedrigste. So sparst du Stunden, ohne dass der Kunde etwas merkt.

📝 Praxisbeispiel: Intervalloptimierung

Büro 2.000 m², bisher pauschal 5x/Wo:

Optimiert: Büroflächen 3x/Wo, Sanitär bleibt 5x/Wo, Teeküche bleibt 5x/Wo, Konferenzräume 2x/Wo, Archiv 1x/Mo

Ergebnis: 22 % weniger Stunden bei gleichem wahrgenommenen Sauberkeitsniveau. Der Kunde spart, du hältst die Marge.

04 – Digitale SteuerungIntervallplanung mit Mendato

In Mendato hinterlegst du die Reinigungsintervalle pro Raum und Tätigkeit direkt am Auftrag. Aus den Intervallen generiert Mendato automatisch den Dienstplan und die Einsatzplanung.

Änderst du das Intervall eines Bereichs – z. B. von 5x auf 3x/Woche – passt sich die Planung automatisch an. Die Auswirkungen auf Stunden und Kosten siehst du sofort im Controlling.

✓ Mendato-Vorteil

Mit Mendato kannst du verschiedene Intervallszenarien durchspielen: Was passiert mit den Kosten, wenn du das Büro von 5x auf 3x/Woche umstellst? Wie verändert sich der Personalbedarf? So triffst du Entscheidungen auf Basis von Zahlen – nicht nach Bauchgefühl.

05 – FazitDas richtige Intervall – der größte Kostenhebel

Das Reinigungsintervall ist der Faktor, der über Kosten und Qualität entscheidet. Zu hoch = teuer. Zu niedrig = Beschwerden. Die Lösung: Differenzierte Intervalle pro Bereich, basierend auf tatsächlicher Nutzung.

Dokumentiere die Intervalle sauber im Leistungsverzeichnis, prüfe sie regelmäßig und passe sie an, wenn sich die Nutzung ändert.

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06 – FAQHäufig gestellte Fragen

Was ist ein Reinigungsintervall?
Ein Reinigungsintervall ist die festgelegte Häufigkeit, in der eine bestimmte Reinigungstätigkeit an einem Raum oder Bereich durchgeführt wird. Beispiele: täglich, 3x pro Woche, wöchentlich, monatlich oder jährlich. Die Intervalle werden im Leistungsverzeichnis definiert und sind die Grundlage für die Einsatzplanung.
Wie oft sollte ein Büro gereinigt werden?
Ein typisches Büro wird 3–5x pro Woche unterhaltsgereinigt – Papierkorb, Schreibtisch abwischen, Boden wischen. Sanitäranlagen täglich. Küchen täglich. Die genaue Frequenz hängt von der Nutzungsintensität und den Kundenanforderungen ab.
Was passiert, wenn das Reinigungsintervall zu niedrig angesetzt wird?
Wenn zu selten gereinigt wird, sinkt das Sauberkeitsniveau spürbar. Verschmutzungen setzen sich fest, Böden degradieren schneller, und Beschwerden häufen sich. Langfristig steigt der Aufwand pro Reinigung, weil mehr hartnäckiger Schmutz entfernt werden muss – das macht die vermeintliche Ersparnis zunichte.
Kann man Reinigungsintervalle reduzieren, um Kosten zu sparen?
Ja, aber mit Bedacht. In wenig genutzten Bereichen wie Archivräumen oder Serverräumen kann das Intervall oft problemlos reduziert werden. In stark frequentierten Bereichen wie Eingangshallen oder Sanitäranlagen führt eine Reduktion schnell zu Beschwerden. Die richtige Strategie: Intervalle pro Bereich differenziert betrachten, nicht pauschal kürzen.